Psychotherapie bei psychosomatischen Beschwerden
Wenn der Körper Beschwerden zeigt und die Belastung bestehen bleibt
Körperliche Beschwerden sind real – auch wenn medizinische Untersuchungen ihre Stärke, Dauer oder Schwankungen nicht vollständig erklären.
Wenn körperliche Ursachen angemessen abgeklärt wurden, kann es sinnvoll sein, zusätzlich die Wechselwirkungen zwischen Körper, Nervensystem, Aufmerksamkeit, Stress und emotionalen Erfahrungen zu betrachten.
Erstgespräch: 120 Euro · 60 bis 90 Minuten · in Esslingen oder online
Wiedererkennen
Mögliche Beschwerden und Situationen
vegetative Übererregung, Herzklopfen oder innere Unruhe
wiederkehrende Anspannung, Enge oder Schwindel
stressabhängige Magen-Darm-Beschwerden
chronische Muskelspannung oder beeinflusste Schmerzverläufe
starke Aufmerksamkeit für Körperempfindungen
wiederholte Sorge vor einer schweren Erkrankung
Diese Beispiele erlauben keine Diagnose. Körperliche Symptome müssen angemessen medizinisch eingeordnet werden.
Zusammenhänge verstehen
Wie ein Beschwerdekreislauf entstehen kann
Körper, Aufmerksamkeit und Bewertung können einander verstärken. Welche Faktoren relevant sind, lässt sich nur individuell klären.
- 01
Eine Körperempfindung wird bemerkt.
- 02
Sie wird als mögliches Warnsignal bewertet.
- 03
Aufmerksamkeit und innere Anspannung nehmen zu.
- 04
Das Nervensystem reagiert stärker.
- 05
Die Empfindung wird deutlicher oder unangenehmer.
- 06
Kontrolle, Schonung oder Rückversicherung bringen kurzfristig Erleichterung, halten die Aufmerksamkeit aber langfristig auf Gefahr gerichtet.
Einordnung
„Psychosomatisch“ bedeutet nicht „eingebildet“
Der Begriff beschreibt Wechselwirkungen zwischen psychischen und körperlichen Prozessen. Gefühle, Gedanken und Stressreaktionen beeinflussen unter anderem Atmung, Muskelspannung, Verdauung, Schlaf und Aufmerksamkeit.
Umgekehrt können körperliche Beschwerden Angst, Grübeln, Rückzug und ein Gefühl von Kontrollverlust verstärken. Eine psychosomatische Betrachtung nimmt den Körper ernst und behauptet nicht, dass Beschwerden „nur im Kopf“ entstehen.
Behandlung
Mögliche Ziele
Welche Ziele sinnvoll und realistisch sind, wird individuell besprochen. Ein bestimmtes Ergebnis oder eine feste Zahl von Sitzungen kann nicht versprochen werden.
- Beschwerden und ihre Auslöser besser einordnen
- Wechselwirkungen zwischen Anspannung und Körper verstehen
- mit Unsicherheit und Körpersignalen anders umgehen
- körperliche Regulation verbessern
- Schonung oder Vermeidung schrittweise überprüfen
- den Alltag weniger vom Symptom bestimmen lassen
So arbeite ich
Individuell statt nach einer starren Standardmethode
Die Behandlung beginnt mit einer sorgfältigen Betrachtung Ihrer Beschwerden, medizinischen Abklärungen, Lebenssituation und bisherigen Bewältigungsversuche.
Psychotherapeutische Arbeit soll keine vorschnelle psychische Ursache behaupten, sondern nachvollziehbar prüfen, welche psychischen und körperlichen Wechselwirkungen tatsächlich erkennbar sind.
- verständliche Modelle von Stress- und Körperreaktionen
- kognitive Arbeit mit Bewertungen und Befürchtungen
- körperorientierte Wahrnehmungs- und Regulationsarbeit
- emotionsbezogene und biografische Zusammenhänge
Hypnose wird nicht automatisch eingesetzt. Ob sie geeignet ist, wird gemeinsam geprüft und vorher verständlich erklärt.
Hypnose verständlich erklärtVerantwortungsvoller Rahmen
Medizinische Abklärung hat Vorrang
Ungeklärte, neue, zunehmende oder akute körperliche Beschwerden gehören zunächst in ärztliche Abklärung. Psychotherapie darf eine notwendige Diagnostik oder medizinische Behandlung nicht ersetzen.
Im Erstgespräch wird besprochen, welche Untersuchungen bereits stattgefunden haben und ob vor einer psychotherapeutischen Behandlung weitere medizinische Schritte sinnvoll sind.
Der erste Schritt
Klarer Ablauf, Entscheidung ohne Druck
- 01
Termin wählen
Über Jameda in Esslingen oder online.
- 02
Anliegen klären
Sie schildern Ihre Situation, bisherigen Erfahrungen und offenen Fragen.
- 03
In Ruhe entscheiden
Danach besprechen wir, ob und in welchem Rahmen eine Zusammenarbeit passt.
Häufige Fragen
Was vor einem Erstgespräch oft wichtig ist
Bedeutet ein fehlender Befund, dass meine Beschwerden psychisch sind?
Nein. Ein fehlender oder nicht ausreichender Befund erlaubt keine automatische psychische Erklärung. Medizinische und psychotherapeutische Perspektiven müssen sorgfältig eingeordnet werden.
Muss ich alle Arztberichte einreichen?
Nein. Welche Informationen sinnvoll sind, kann im Erstgespräch geklärt werden. Senden Sie keine sensiblen Unterlagen unaufgefordert über unsichere Kontaktwege.
Kann Psychotherapie körperliche Erkrankungen behandeln?
Psychotherapie ersetzt keine medizinische Behandlung. Sie kann sich mit Belastungen, Stressreaktionen und Verhaltensmustern befassen, die Beschwerden beeinflussen.
Ist eine Online-Behandlung möglich?
Grundsätzlich ja, sofern das Format für die konkrete Situation fachlich geeignet ist.
